Digitale Transformation im Tourismus

Im Jahr 2016 wurden erstmals 140 Millionen Nächtigungen übersprungen. Das ist ein Plus von
4,2% gegenüber 2015. Auch die Zahl der Gäste konnte um rund 5% auf 41,5 Mio. gesteigert werden.

„Mit einem Plus von 2,5 Mio. Nächtigungen bzw. 4,9% allein aus Deutschland, ist das der größte Zuwachs seit mehr als 25 Jahren. Deutschland ist mit einem Anteil von 37% an den Gesamtnächtigungen der wichtigste Herkunftsmarkt. Laut der Deutschen Reiseanalyse liegt Österreich im Ranking der beliebtesten Reiseziele für 5+Tage Reisen liegt Österreich hinter Deutschland, Spanien, Italien und der Türkei auf Platz 5; ohne die in Deutschland lebenden Ausländer sogar ex aequo mit der Türkei auf Platz 4.

Wer heute am Ball und damit erfolgreich bleiben will, muss auch in die Tasche greifen, weist Nocker-Schwarzenbacher auch auf die beträchtlichen Herausforderungen für die Branche hin. So müsse etwa ein durchschnittliches 4-Sterne-Hotel mit rund 100 Betten, das als Ganzjahresbetrieb geführt wird, in fünf Jahren mit mindestens 60.000 Euro – für Website und Online-Marketing – rechnen, so die WKÖ-Tourismus-Sprecherin.

Potenziale gibt es neben der Produktentwicklung in der Qualitätssicherung, der Infrastrukturaufbereitung und natürlich auch in der Kommunikation. Unter dem Sammelbegriff iTourism (intelligenter Tourismus) versteht die ÖW alle technologischen und kulturellen Möglichkeiten durch Digitalisierung. Im Bereich der Kommunikation gestaltet sie diese Entwicklungen sehr aktiv mit: Mehr als 50% der ÖW-Marketingmaßnahmen sind bereits digital. Der aktuelle Schwerpunkt liegt auf Bewegtbild, wobei mit der Präsentation des ersten interaktiven 360Grad-Videos auf der ITB auch neue Maßstäbe gesetzt werden. Bei diesem virtuellen Spaziergang durch das Kunsthistorische Museum in Wien kann man sowohl unterschiedlichen Handlungen folgen, als auch viele zusätzlichen Informationen direkt im Film erhalten.

Digital Innovation Hub in die Branche

In anderen Bereichen des Tourismus initiiert und motiviert die ÖW die Branche. Aktuell unterstützt sie die ÖHT bei der Innovationsmillion „Digitalisierung“ durch die Kommunikation beispielgebender Projektideen, die zu Projekteinreichungen motivieren sollen. „Es gibt bereits zahlreiche Best Practice Beispiele auf unterschiedlichen Ebenen. Diese vor den Vorhang zu holen und damit neue Projekte anzuregen, ist eine Möglichkeit um Digitalisierung im Tourismus voranzutreiben“, sind sich Stolba und Kleemann einig.

Einer der Erfolgsfaktoren ist hier auch die Vernetzung mit entsprechenden Experten, insbesondere relevanter Forschungs- und Wissenschaftseinheiten. Ein eigenes Leuchtturmprojekt der ÖW mit der TU Wien soll beispielweise das Geheimnis lüften, wann Gäste tatsächlich erstmals an Urlaub in Österreich denken. “Damit kann der perfekte Zeitpunkt für optimales Tourismusmarketing bestimmt werden -für effizientes Tourismusmarketing eine entscheidende Entwicklung und Möglichkeit“, so Stolba.

Advertisements
%d Bloggern gefällt das: