„Loi Macron“ endgültig angenommen

Am  9. Juli 2015, hat die französische Nationalversammlung das so genannte „Loi Macron“ endgültig angenommen. Es enthält unter anderem ein Verbot von Ratenparitätsklauseln in den Verträgen zwischen Hoteliers und Online-Buchungsportalen (OTA). Siegfried Egger, Obmann des Fachverbandes Hotellerie in der Wirtschaftskammer Österreich (WKO), begrüßt diesen Schritt.

„Dies ist die erste explizite Entscheidung eines Gesetzgebers in Europa, Ratenparitätsklauseln in Verträgen generell zu verbieten. Mit dieser Entscheidung erhalten die Hoteliers in Frankreich endlich ihre unternehmerische Freiheit zurück und können ihren Gästen die Konditionen- und Buchungsvorteile gewähren, die sie für angemessen erachten.“ Das Gesetz bedeutet das endgültige Aus verpflichtender Ratenparitäten. Nun ist es Hotels in Frankreich erlaubt, sowohl auf ihren eigenen Offline- wie auch Online-Vertriebskanälen zukünftig niedrigere Preise als über OTAs anzubieten.

Meilenstein für Betriebe und auch für Gäste: Mehr und bessere Möglichkeiten der Buchung

„Die europäische Hotellerie sieht in der Entscheidung in Frankreich einen wichtigen Etappensieg. Nach Deutschland, wo das Bundeskartellamt Paritätsklauseln hinsichtlich der Buchungsplattform HRS verboten hat und diese Entscheidung gerichtlich bestätigt wurde, öffnet Frankreich nun einen weiteren Weg, um wettbewerbsbeschränkende Paritätsklauseln zu verbannen“, begrüßt Susanne Kraus-Winkler, Präsidentin von HOTREC, die französische Entscheidung. Nicht nur für Betriebe sei dies ein Meilenstein, sondern auch für die Gäste, denen dadurch eine größere Vielfalt bei den Buchungen offen steht bzw. sie auch wieder günstigere Angebote direkt über das Hotel buchen können. Die Vertreter der heimischen Hotellerie-Branche wünschen sich eine Orientierung Österreichs an diesen Vorbildern.

Fachverband Hotellerie

In Österreich gibt es mehr als 17.000 Beherbergungsbetriebe mit über
1 Millionen Betten. Mit knapp 37 Millionen Ankünften und 133 Millionen Nächtigungen leistet die heimische Hotellerie einen wesentlichen Beitrag zur direkten und indirekten Wertschöpfung der Tourismus- und Freizeitwirtschaft in der Höhe von rund 46,5 Milliarden Euro oder 14,8 Prozent des BIP.

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