Hoteliers im Münsterland wollen ohne HRS auskommen

Hoteliers im Kreis Steinfurt im Münsterland wollen zumindest vorübergehend ohne die Reservierungsportale HRS und Hotel.de auskommen. Das teilt der DEHOGA Westfalen mit. Grund für den Boykott sei die Provisionserhöhung. Mit den neuen Allgemeinen Geschäftbedingungen (AGBs) von HRS müssen die Hoteliers ab 1. März pro Buchung 15 Prozent statt wie bisher 13 Prozent Provision zahlen. Die Kritik der Hotellerie bezieht sich aber auch auf die Meistbegünstigungsklausel, nach der die Hoteliers ihre Zimmer auf anderen Kanälen nicht günstiger anbieten dürfen. Über den DEHOGA sollen Gespräche mit HRS gesucht werden, um eine Änderung der neuen AGBs zu erreichen.

Wegen der Meistbegünstigungsklausel wurde HRS bereits Anfang Februar vom Bundeskartellamt abgemahnt. Auch das Oberlandesgericht Düsseldorf stört sich an der von HRS geforderten Ratenparität. Vergangene Woche hat es eine Einstweilige Verfügung ausgesprochen. HRS-Geschäftsführer Tobias Ragge ist überzeugt, die juristischen Bedenken ausräumen zu können. HRS verzichte seit Anfang Februar freiwillig auf Sanktionen bei Verstoß gegen die Best-Preis-Klausel, solange es keine endgültige Klärung durch das Bundeskartellamt gebe, teilte Ragge der AHGZ mit.

AHGZ, Raphaela Kwidzinski

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